SpyraleAnmeldung abgelaufen
SYNGENTA - Fungizid
004706-00

Formulierungsbeschreibung:
Emulsionskonzentrat mit 100 g/l (10,1 Gew.-%) Difenoconazol und 375 g/l (37,9 Gew.-%) Fenpropidin

Einsatzgebiet:
Fungizid zur Bekämpfung von Blattkrankheiten in Zucker- und Futterrüben.

Wirkungsweise:
SPYRALE ist ein systemisches Kombinationsfungizid mit den beiden Wirkstoffen Difenoconazol und Fenpropidin, die sich hinsichtlich des Wirkungsspektrums hervorragend ergänzen und verstärken.
SPYRALE zeichnet sich durch ein rasches Eindringen in grüne Pflanzenteile aus und wirkt sowohl protektiv (vorbeugend) als auch kurativ (stoppt bereits erfolgte Infektionen ab). Dadurch wird die weitere Ausbreitung des pilzlichen Befalls verhindert. Ein bereits eingetretener Schaden kann jedoch nicht mehr behoben werden.
Wirkmechanismus (FRAC-Gruppe): 3 (Difenoconazol), 5 (Fenpropidin)

Wirkungsspektrum:
Zucker- und Futterrüben:
Cercospora-Blattflecken (Cercospora beticola)
Echter Mehltau (Erysiphe betae)
Ramularia-Blattflecken (Ramularia beticola)

Kulturverträglichkeit:
SPYRALE erwies sich bisher in allen Rübensorten als gut verträglich.

Hinweise zum Wasserschutz
Zur Verhinderung des Eintrags von Präparatresten in Oberflächen-/Grundwasser müssen folgende Hinweise streng beachtet werden:

Die grobe Reinigung der Spritzen auf dem Feld vornehmen. Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs-und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
Die festgesetzten Anwendungsbestimmungen sind unbedingt einzuhalten. In einzelnen Bundesländern können generell strengere Abstandsauflagen (als in den Anwendungsbestimmungen festgesetzt) gelten. Diese sind in jedem Falle zu beachten.

Hinweise zur sachgerechten Anwendung
Anwendungszeitpunkt:
Zucker- und Futterrüben:
A. In Gebieten mit schwachem Befallsdruck bzw. bei spätem Befallsbeginn eine Behandlung ab Juli bis Anfang September.
B. In Gebieten mit starkem und anhaltendem Befallsdruck bzw. bei frühem Befallsbeginn erste Anwendung ab Juli bis Mitte August, zweite Anwendung 3 – 4 Wochen später bis Anfang September (spätestens 4 Wochen vor Rodetermin).
Bitte beachten Sie die regionalen Warnhinweise zum Befallsauftreten.

Anzahl Anwendungen:
Maximal 2 Anwendungen.

Wartezeiten:
Zuckerrübe, Futterrübe: 28 Tage.

Wichtige Hinweise:
Nur abgetrocknete Bestände behandeln. Nicht in der größten Mittagshitze spritzen.
SPYRALE zeichnet sich durch eine gute Regenbeständigkeit aus. Um eine vollständige Aufnahme des Wirkstoffes zu gewährleisten, sollte jedoch innerhalb einer Stunde nach der Behandlung kein Niederschlag fallen.
Wiederholte Anwendung kann zu Wirkungsminderung führen.

Zuckerrübe, Futterrübe (Freiland)
1,0 l/ha.
Cercospora beticola, Ramularia beticola, Echter Mehltau (Erysiphe betae)
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Nachbau: Nach dem Einsatz von SPYRALE können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

Anwendungstechnik
Ausbringgerät:
Spritzgerät regelmäßig auf einem Prüfstand testen lassen. Gerät auslitern und den gewünschten Düsenausstoß kontrollieren. Es ist sinnvoll, eine genaue Behälterskala am Spritztank anzubringen (beim Gerätehersteller erhältlich).

Mischbarkeit:
SPYRALE ist mit Fungiziden (z.B. ORTIVA®), Herbiziden (z.B. FUSILADE
®MAX), Spurennährstoffdüngern (z. B. Bor, Mangan) sowie mit Insektiziden (z. B. KARATE® ZEON, TRAFO® WG und PIRIMOR®-GRANULAT) mischbar.
Mischpartner in fester Form werden als Erstes in den Tank gegeben.
SPYRALE ist nicht mischbar mit Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL).
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Tankmischpartner sind zu beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen bei von uns nicht empfohlenen Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. 

Spritztechnik:
Beim Ausbringen von SPYRALE ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Rüben zu achten.
Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 – 400 l/ha
Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden.

Ausbringung der Spritzflüssigkeit:
Bei der Anwendung sind die Grundsätze der Guten Fachlichen Praxis zu beachten! Abdrift oder sonstiger Eintrag in Gewässer und auf benachbarte Nichtzielflächen ist durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden. Angesetzte Spritzflüssigkeit nicht für längere Zeit im Spritzfass stehen lassen. Wir empfehlen die ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Ausbringung auf der behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an.
Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen. Nach Arbeitspausen muss die Spritzbrühe erneut sorgfältig aufgerührt werden.

Spritzenreinigung:
Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gespült werden:
- Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis von mindestens 1 : 10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen.
- Ca. 10–20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl, am besten unter Einsatz einer integrierten Reinigungsdüse, abspritzen. Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten. Anschließend die Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen.
Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen

CropsBBCHRegistrierte NormPreharvest Interval
Futterrüben0 - 01 - 128
Zuckerrüben0 - 01 - 128